
Erläuterungen zur Bilanz
D. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen gesamt

22. Sachanlagen
Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagespiegel (siehe folgende Seite). Die dort gezeigten Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte gezeigt. Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen siehe hier.
Der Buchwert des nur zeitweise ungenutzten Sachanlagevermögens ist von untergeordneter Bedeutung; gleiches gilt für das Sachanlagevermögen, das endgültig nicht mehr genutzt wird. Verpfändetes Sachanlagevermögen besteht nicht. Der Betrag der Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagevermögen (Bestellobligo) beläuft sich auf 645 TEuro (Vorjahr: 200 TEuro).
Leasingverhältnisse
Es bestanden keine Finanzierungsleasingverhältnisse im Sinne des IAS 17. Ebenso wenig tritt CEWE COLOR als Leasinggeber im Rahmen eines Finanzierungsleasings auf.
Es bestehen vielmehr passive Miet- und Pachtverhältnisse, die von ihrem wirtschaftlichen Gehalt her Operating-Lease-Verhältnisse darstellen, so dass die Leasinggegenstände nicht der CEWE COLOR, sondern dem Leasinggeber zuzurechnen sind. Im Wesentlichen handelt es sich um Verträge über die Nutzung von Produktions- und Büroflächen, Kraftfahrzeuge sowie vereinzelt Vereinbarungen über Bürogeräte und IT-Hardware. Die Summen der künftigen Mindestleasingausgaben als Leasingnehmer aus unkündbaren Operating-Leasingverträgen betragen:

Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen vermietet sind, haben einen Buchwert von insgesamt 2.861 TEuro (Vorjahr: 4.745 TEuro). Die Summen der künftigen Mindestleasingeinnahmen als Leasinggeber aus unkündbaren Operating-Leasingverträgen betragen:

Hier handelt es sich um die Vermietung von gewerblichen Nutzflächen sowie Geräten, die den Kunden mietweise überlassen werden. Die im Geschäftsjahr vereinnahmten Raten belaufen sich auf 2.425 TEuro (Vorjahr: 2.498 TEuro).
22. Geschäfts- und Firmenwerte
Die Geschäfts- und Firmenwerte beinhalten Beträge aus der Übernahme von Geschäftsbetrieben sowie aus der Kapitalkonsolidierung. Die wesentlichen Einzelwerte aus der Kapitalkonsolidierung betreffen:

Für die Gesellschaft CEWE COLOR S.A.S., Paris (Frankreich), besteht nach einer außerplanmäßigen Abschreibung im Vorjahr in Höhe von 4.823 TEuro kein Geschäfts- und Firmenwert mehr. Eine Wertbetrachtung für das Berichtsjahr ergab keinen weiteren Abwertungsbedarf. Die Bewertung durch einen Impairment-Test erfolgte für die jeweiligen Tochtergesellschaften unter ertragsorientierten Gesichtspunkten als gesamte zahlungsmittelgenerierende Einheit. Für die Wertbestimmung wurde davon ausgegangen, dass die zu bewertenden Unternehmen auf regional abgegrenzten Märkten agieren. Bei der Schätzung der Cash Flows wurden mengen- und wertmäßige Erwartungen für den relevanten Markt unterstellt, die auch für das operative Budget Grundlage waren. Ansätze zur Ermittlung des erzielbaren Betrages waren die Finanzpläne für die zahlungsmittelgenerierende Einheit sowie eine darüber hinausgehende Schätzperspektive von insgesamt fünf Jahren. Basis für die Planung und Schätzung sind Annahmen zu Mengenentwicklungen auf der Absatzseite, zur Entwicklung der Verkaufspreise, zur Einkaufspreisentwicklung, zur Entwicklung der Personalkosten, zur Entwicklung des Zinsniveaus sowie der allgemeinen technischen Entwicklung im relevanten Markt. Der risikofreien Diskontierung lag ein Abzinsungssatz von 4,40 % (Vorjahr: 4,25%) zuzüglich eines Risikozuschlags von 4,00 % (also insgesamt 8,40 %) zugrunde. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Abzinsungssatz entsprechend der Bewertung der Pensionsrückstellungen geändert; hinsichtlich des Risikozuschlags hat sich der Aufschlag auf 91 % reduziert (Vorjahr: 98 %).
Der entsprechende Aufwand des Vorjahres wird unter der Position Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
24. Immaterielle Vermögenswerte
Bei Software und ähnlichen Schutzrechten handelt es sich um erworbene ERP-Software, verschiedene Office-Produkte für Arbeitsplatzrechner sowie Neu- und Nachaktivierungen bei selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten für den internen Gebrauch und zur Marktunterstützung in den Bereichen Produktion, Vertrieb und digitale Fotografie (Faktura, Auspreisung, ICOS, DWH/VIS, PhotoWorld, Offline-Client, OPS-Software, DigiFilm-Maker). Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen bei Immateriellen Vermögenswerten siehe folgende Seite.
Für Immaterielle Vermögenswerte bestand ein Bestellobligo in Höhe von 186 TEuro (Vorjahr: 408 TEuro).
25. Finanzanlagen nach At-Equity
Hier wurde im Vorjahr die gemeinsam mit der „Invest“, Dnipropetrovsk (Ukraine), gegründete Fotolux-CEWE COLOR Limited, Dnipropetrovsk (Ukraine), ausgewiesen. Die Beteiligung wurde als Joint Venture durch At-Equity-Konsolidierung in zusammengefasster Darstellung bilanziert. Der Ansatz erfolgte zum Wert der durch Vertrag noch zu erbringenden Einlage. Weitere At-Equity-Konsolidierungen nach IAS 28 waren nicht geboten, da kein maßgeblicher Einfluss auf die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen von Beteiligungsunternehmen bestand. Am 21. September 2006 wurde die Fotolux-CEWE COLOR Limited, Dnipropetrovsk (Ukraine), liquidiert und das Joint Venture beendet. Durch die Entkonsolidierung ist dem Konzern kein Aufwand entstanden, da die Gesellschaft bis zu ihrer Liquidation keine Tätigkeit ausgeübt hat. Aufgrund der Änderung des Konsolidierungskreises durch die Entkonsolidierung der Fotolux-CEWE COLOR Ltd., Dnipropetrovsk (Ukraine), ergeben sich als Auswirkung auf den Konzern abschluss zum 31. Dezember 2006 lediglich die Ausbuchung des At-Equity-Beteiligungsansatzes und der Wegfall der Einlageverpflichtung in gleicher Höhe (500 TEuro). Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich nicht.
26. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen im Konzern beinhalten Anteile an nichtkonsolidierten Beteiligungen in Höhe von 843 TEuro (Vorjahr: 837 TEuro). Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 1.286 TEuro (Vorjahr: 552 TEuro) betreffen insbesondere den Rückkaufswert der betrieblichen Rückdeckungsversicherung sowie gegebene Darlehen. Bei den Beteiligungen handelt es sich um eine Gesellschaft, an der die CEWE COLOR AG & Co. OHG, Oldenburg, 18 % der Anteile hält.
27. Langfristige Forderungen auf Ertragssteuererstattung
Das der Gesellschaft zustehende Körperschaftsteuerguthaben von TEuro 5.605 ist wegen seinerUnverzinslichkeit und der Dauer der Erstattungsperiode abzuzinsen. Der Barwert des zu aktivierenden Anspruchs beträgt 4.218 TEuro. Im einzelnen wird hierzu auf Ziffer 18. Steuern vom Einkommen und Ertrag verwiesen (siehe hier).
28. Langfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte
Die langfristigen übrigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten langfristige Forderungen gegenüber Kunden, aktive Abgrenzungen sowie übrige Vermögenswerte.
29. Aktive latente Steuern

Aktivierte Steuerlatenzen weisen im Wesentlichen Bewertungsunterschiede bei den Pensions- und sonstigen Rückstellungen sowie Ergebniseffekte aus der Konsoliderung auf; Verlustvorträge führen nur in beschränktem Umfang zu Aktivierungen. Für nähere Erläuterungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den Steuern vom Einkommen und Ertrag (siehe hier).
30. Vorräte

Der Rückgang der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erklärt sich aus dem Verbrauch von strategischen Fotopapierbeständen des Vorjahres sowie zurückgehenden Erlösen aus dem Fotofinishinggeschäft. Der Anstieg der fertigen Erzeugnisse und Waren basiert auf der Zunahme des Einzelhandelsumsatzes.
Abschreibungen auf unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Materialaufwand gezeigt. Wertaufholungen im Vorratsvermögen wurden nicht vorgenommen. Wie im Vorjahr verfüg die Gesellschaft nicht über Vorräte, die verpfändet sind.
31. Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Unmittelbare Forderungen aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen sind vollständig kurzfristiger Natur und bestehen gegenüber fremden Dritten. Die Ausfälle auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen gezeigt; sie belaufen sich im Geschäftsjahr auf 122 TEuro (Vorjahr: 298 TEuro).
32. Kurzfristige Forderungen aus Ertragssteuererstattungen
Hier handelt es sich im Wesentlichen um Erstattungsansprüche aus im aktuellen Jahr geleisteten Steuervorauszahlungen für das Berichtsjahr.
33. Kurzfristige übrige Forderungen und Vermögenswerte

34. Liquide Mittel
Ausgewiesen werden Bankguthaben, die ausnahmslos kurzfristig fällig sind, sowie Kassenbestände. Euro-Guthaben wurden bei verschiedenen Kreditinstituten zu durchschnittlichen Zinssätzen zwischen 0,34 % und 2,50 % verzinst (Vorjahr: zwischen 0,29 % und 1,75 %). Währungsguthaben (9.990 TEuro; Vorjahr: 7.127 TEuro) wurden entsprechend ihrer spezifisch verhandelten Sätze verzinst; sie sind zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet.
35. Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital wie auch die Kapitalrücklage der Gruppe betreffen die CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg, und werden wie bei dieser ausgewiesen. Das Grundkapital beträgt 19.188 TEuro und ist eingeteilt in 7.380.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien sowie 20 aufden Namen lautende Stückaktien, also insgesamt 7.380.020 Stückaktien. Mit zwei der Namensaktien ist das Recht verbunden, zwei Mitglieder des Aufsichtsrates der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg, zu bestimmen. Während des Berichtsjahres 2006 hat das Gezeichnete Kapital folgende Entwicklung genommen:

Auf der Basis der Ermächtigung der Hauptversammlung hat der Vorstand am 29. Mai 2006 mit Zustimmung des Aufsichtsrates in seiner Sitzung vom 1. Juni 2006 beschlossen, die von der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg, gehaltenen eigenen Anteile von 600.000 Stück aktien durch Kapitalherabsetzung einzuziehen. Die Herabsetzung wurde durchgeführt und am 27. Juli 2006 in das Handelsregister Oldenburg eingetragen.
Mit Schreiben vom 15. Dezember 2006 hat die Erbengemeinschaft nach Senator h. c. Heinz Neumüller ihre Bezugsrechte zur Wandlung der atypisch stillen Beteiligung an der CEWE COLOR AG & Co. OHG, Oldenburg, in Aktienanteile in Höhe von insgesamt 1.980.000 nennwertlose Stückaktien mit einem Nominalwert von 5.148 TEuro an der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg, ausgeübt. Entsprechend den Bedingungen der Bezugsrechte wurde die Wandlung zum 31. Dezember 2006, 24.00 Uhr wirksam. Die Beteiligung war aufgrund des IAS 32.21. ff. in den Vorjahren als Eigenkapitalinstrument zu werten. Die für den Bezug der neuen Aktien zu erbringende Gegenleistung war nach den Bedingungen des Wandlungsrechts unabhängig vom aktuellen Börsenkurs und bezog sich auf die als atypisch stiller Gesellschafter eingezahlten Beträge sowie die dort dotierten Rücklagekonten, für nicht entnahmefähige Gewinne, die insgesamt der einem festen Verhältnis anteiligen Kapitalsituation in der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg, entsprach. Dieser Betrag ist auf Basis des Eigenkapitals der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg zum 31. Dezember 2006 zunächst vorläufig ermittelt. Soweit für das Geschäftsjahr 2006 Ausschüttungen der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg, erfolgen, mindert sich die Gegenleistung in diesem Verhältnis.
Durch die Wandlung wurde das ursprünglich bestehende Bedingte Kapital von 5.200 TEuro um 5.148 TEuro reduziert.
Zur Sicherung der verbleibenden Optionsrechte der Inhaber von Bezugsrechtsverpflichtungsscheinen besteht also noch ein Bedingtes Kapital in Höhe von 52 TEuro. Das Bedingte Kapital ist eingeteilt in 20.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, welches auf die Ausübung des Bezugsrechts folgt (§ 160 Abs. 1 Nr. 5 Aktiengesetz).
Bei Ausübung der Option vermindern sich in gleicher Höhe Kapitalanteile anderer Gesellschafter der CEWE COLOR & Co. OHG, Oldenburg, da zur Ausübung der Option nur bestimmte andere Gesellschafter zugelassen sind. Es kommt hierdurch nicht zu einer Veränderung des Ergebnisses je Aktie. Diese Kapitalanteile bzw. die daraus resultierenden Abfindungsverpflichtungen in Höhe von zur Zeit 660 TEuro werden nach IAS 32 i. V. m. ED IAS 32 als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen
37. Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 24. Juni 2009 das eingetrageneGrundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 7,8 Mio. Euro gegen Bareinlage oder Sacheinlagen durch Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen. Bei Sacheinlagen ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen.
38. Aktien Options Pläne
Die Stock Option Pläne I und II sind abgeschlossen. Die Bedingungen des ersten Optionsplans wurden nicht erfüllt. Der zweite Optionsplan begann am 1. September 2000 und endete mit Ablauf des 31. August 2005. Das Erfolgsziel war 27,50 Euro (25 % über dem Basispreis von 22,00 Euro) und wurde im März 2005 in qualifizierter Weise überschritten. Alle Optionsberechtigten haben dann von April bis Juni 2005 ihre Rechte ausgeübt, so dass die CeWe Holding AG, Oldenburg, in der Folge 98.500 Aktien zum Basispreis von 22,00 Euro verkaufte.
Aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 30. Juni 2005 wurde die Grundlage für weitere Stock Option Pläne geschaffen. Mit den Beschlüssen des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurde dementsprechend der Aktienoptionsplan 2005 aufgelegt. Die Bezugsrechte für die Arbeitnehmer wurde den Begünstigten am 9. September 2005, den Mitgliedern des Vorstandes am 21. September 2005 angeboten und konnten bis Ende September angenommen werden. Die leitenden Angestellten kauften in der Erwerbsfrist vom 12. bis 23. September 2005 insgesamt 124.000 der angebotenen Optionen, Vorstände und Geschäftsführer in der Erwerbsfrist vom 23. bis 29. September 2005 insgesamt 75.500, was 37,8% der insgesamt 199.500 gewährten Optionen entspricht. Die Bedingung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 30. Juni 2005, dass bis zu 50 % des Gesamtvolumens der Optionsrechte dem Vorstand der Gesellschaft und Vorständen und Geschäftsführern der Konzernunternehmen gegeben werden dürfen, wurde damit eingehalten. Während des Berichtsjahres 2006 lief nun entsprechend der Bedingungen des Aktien Options Planes 2005 die Wartefrist, die bis zum 30. September 2007 dauern wird.
Im Rahmen des Stock Option Plans 2005 wurden Optionsrechte in folgender Weise ausgegeben:
Gesamtumfang der Aktien Options Pläne

An Aufsichtsratsmitglieder oder Mitglieder anderer zur Aufsicht bestimmter Organe des Unternehmens wurden zu keinem Zeitpunkt Aktienoptionen vergeben.
Struktur des III. Aktien Options Plans 2005
Die Optionen wurden der obersten Führungsebene im In- und Ausland zu einer Optionsprämie von jeweils 0,50 Euro je Option angeboten. Nach Ablauf der Wartezeit von zwei Jahren, beginnend mit der Laufzeit des Optionsrechts am 1. Oktober 2005, dürfen die Optionen erst ausgeübt werden, wenn die Schlussauktionspreise der CEWE COLOR-Aktie im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG an zehn aufeinander folgenden Börsenhandelstagen mindestens 115 % der Basispreise betragen haben (Erfolgsziel).
Ausübungspreise und Ausübungsfristen
Der III. Aktien Options Plan 2005 hat eine Laufzeit von fünf Jahren und begann am 1. Oktober 2005, damit endet er spätestens mit Ablauf des 30. Septembers 2010. Die zweijährige Wartezeit endet mit Ablauf des 30. Septembers 2007. Als Basispreise wurden für Optionen der Vorstandsmitglieder 50,00 Euro und für die der berechtigten Arbeitnehmer 48,00 Euro festgelegt; damit liegen die Ausübungspreise als Erfolgsziel für Vorstandsmitglieder bei 57,50 Euro und für berechtigte Arbeitnehmer bei 55,20 Euro (jeweils 115 % über den Basispreisen).
Ausübungszeiträume
Nach Ablauf der Wartezeit und Erreichung des Erfolgsziels sind die Ausübung der Optionsrechte sowie der spätere Verkauf von Aktien aus dem Optionsgeschäft nur innerhalb von sechs Ausübungszeiträumen von jeweils vier Wochen erlaubt. Die Ausübungszeiträume beginnen jeweils mit der Veröffentlichung des Ergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres, mit der Bilanzpressekonferenz, mit der ordentlichen Hauptversammlung sowie an den Tagen der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Die Einhaltung der Fristen wird vom Compliance-Beauftragten der CEWE COLOR Gruppe überwacht.
Für die Angaben zur Ermittlung des Zeitwertes des Aktien Options Planes 2005 (IFRS 2.10 f.) verweisen wir auf die Erläuterungen bei dem Personalaufwand (siehe hier).
39. Meldungen von Beteiligungen
Folgende Mitteilungen *) über Beteiligungen an der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg,
wurden der Gesellschaft gemacht:


40. Kapitalrücklage
Die Entwicklung der Kapitalrücklage stellt sich wie folgt dar:
Ausgewiesen wurde mit Beginn des Geschäftsjahres 2006 das Agio, welches bei der Ausgabe der 600.002 Inhaberaktien (nach dem in 1999 durchgeführten Aktiensplit 1:10 6.000.020 Inhaberaktien) über den Nennbetrag der Aktien hinaus erzielt wurde (29.175 TEuro). Im Rahmen der Kapitalherabsetzung durch Einziehung von 600.000 Stückaktien wurden dann gemäß § 237 Abs. 3 und Abs. 5 AktG 1.560 TEuro in die Kapitalrücklage eingestellt.
Die zum 31. Dezember 2006 wirksame Wandlung der atypisch stillen Gesellschafteranteile in 1.980.000 Stückaktien der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg, bewirkt über das gezeichnete Kapital hinaus eine Dotierung der Kapitalrücklage in Höhe von 27.868 TEuro. Der Betrag stammt aus dem Aufgeld, das für die Ausgabe der neuen Aktien geleistet wurde.
41. Sonderposten für eigene Anteile
Die eigenen Anteile werden in einer eigenen Zeile innerhalb des Eigenkapitals als so genannte Contra Equity-Position gezeigt (IAS 32). Sie werden mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Anschaffungsnebenkosten bewertet und mindern damit das Eigenkapital (Cost-Methode).


Für die Bedienung des ersten und des zweiten Stock Option Plans wurden von der Gesellschaft in den Jahren 1999 und 2000 insgesamt 400.000 nennwertlose Stückaktien zurückgekauft. Gemäß der Genehmigung der Hauptversammlung vom 20. Juni 2002 hat die Gesellschaft in der Zeit vom 1. Oktober 2002 bis 28. Juni 2003 insgesamt weitere 175.200 eigene Aktien erworben. Inhalt des Beschlusses war, dass alle eigenen Anteile, soweit nicht für Aktienoptionsprogramme und Mitarbeiterprogramme benötigt, auch im Rahmen des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen oder Teilen von anderen Unternehmen als Gegenleistung eingesetzt werden können. In Ausführung des dritten Stock Option Plans wurden von der Gesellschaft im Zeitraum vom 27. April bis zum 30. Mai 2005 insgesamt 98.500 eigene Anteile zum Basispreis von 22,00 Euro verkauft. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2005 hatte die Gesellschaft beginnend am 23. Dezember 2005 bis zum 31. Dezember 2005 weitere 9.490 Stückaktien zurückgekauft.
Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2006 hatte die Gesellschaft bis zum 10. Februar 2006 weitere 113.810 Stückaktien zurückgekauft, so dass insgesamt 600.000 eigene Anteile (entsprechend 1.560 TEuro Grundkapital oder 10,0 %) gehalten wurden. Durch Einziehung dieser Aktien wurde das Kapital der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg, herabgesetzt.
Auf der Basis des neuen Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 1. Juni 2006 wurde am 31. August 2006 mit einem neuen Rückkaufprogramm begonnen. Bis zum 31. Dezember 2006 hatte die Gesellschaft 185.166 Stückaktien zurückgekauft. Der neue Ermächt igungsbeschluss der Hauptversammlung gestattet dem Vorstand bis zu 10 % der emittierten, maximal aber 600.000 Stückaktien zu erwerben und die erworbenen eigenen Aktien Arbeitnehmern und Mitgliedern der Geschäftsführung im Rahmen von Aktien Options Programmen zum Kauf anzubieten, sie Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen als Gegenleistung anzubieten, durch Einziehung dieser Aktien das Kapital herabzusetzen, sie unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes wieder über die Börse zu verkaufen, sie allen Aktionären zum Bezug anzubieten oder sie in anderer Weise zu veräußern.
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2007 hat die Gesellschaft in Fortführung des aktuellen Rückkaufprogramms bis zum 2. Februar 2007 weitere 24.363 Stückaktien zurückgekauft. Mit dem 5. Februar 2007 wurde der Rückkauf über die Börse ausgesetzt. Danach soll der Rückkauf über ein öffentliches Kaufangebot durchgeführt werden. Die Angebotsfrist läuft vom 5. Februar 2007 bis zum 6. März 2007. Das Angebot lautet auf 390.000 Aktien zu einem Erwerbspreis von 36,07 Euro. Zum Stichtag 23. Februar 2007 hielt die Gesellschaft insgesamt 209.529 Stückaktien als eigene Anteile.
42. Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Im Konzernabschluss werden Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn in einer Position zusammengefasst.
Der Bilanzgewinn des Konzerns ist um Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 3.836 TEuro (Vorjahr: 4.415 TEuro) gemindert.
Zur Ausschüttung bei der CEWE COLOR Holding AG ist der handelsrechtlich ermittelte Bilanzgewinn der CEWE COLOR Holding AG, Oldenburg, maßgeblich. Zum 31. Dezember 2006 betrug nach Dotierung der Gewinnrücklagen gemäß § 58 Abs. 2 AktG der Bilanzgewinn der CEWE COLOR Holding AG 6.588 TEuro. Ausschüttungssperren bestehen für die von der Gesellschaft selbst gehaltenen eigenen Aktien (209.529 Stückaktien, Vorjahr: 486.190 Stückaktien), sowie für die durch die Wandlung ausgegebenen neuen Aktien (1.980.000 Stückaktien; Seite 80).
In der Position Andere Gewinnrücklagen werden u. a die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes aus Sicherungsgeschäften, die den Voraussetzungen des Hedge Accountings der IAS 39 entsprechen, ausgewiesen. Für Hedges von Nettoinvestitionen von wirtschaftlich selbständigen ausländischen Tochtergesellschaften wurden im Berichtsjahr erfolgsneutrale Änderungen von beizulegenden Zeitwerten in Höhe von 379 TEuro (Vorjahr: – 582 TEuro) ausgewiesen. Darüber hinaus wurden Hedges in Nettoinvestionen in wirtschaftlich selbständige ausländische Tochtergesellschaften in Höhe von 97 TEuro (Vorjahr: 66 TEuro) erfolgswirksam erfasst, soweit sie sich als ineffektiv im Sinne des IAS 39 erwiesen haben.
Die sich aus der Wandlung ergebenen Unterschiede aus den handelsrechtlichen und IAS /IFRS beteiligungsproportionalen Ergebnisanteilen der Vorjahre des atypisch stillen Gesellschafters an den Tochterunternehmen des Konzerns wurden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
43. Anteile Dritter
Ausgewiesen werden die von anderen Gesellschaftern gehaltenen Anteile am Kapital von Konzerngesellschaften (insgesamt 36 TEuro; Vorjahr: 13.679 TEuro). Der wesentliche Teil der im Vorjahr ausgewiesenen Drittanteile betraf Anteile der Erbengemeinschaft nach Senator h. c. Heinz Neumüller in Form einer atypisch stillen Beteiligung am Kapital der CEWE COLOR AG & Co. OHG, Oldenburg. Im Rahmen des Wandlungsrechts wurden diese atypisch stillen Gesellschafteranteile in 1.980.000 Stückaktien getauscht. Daraus resultiert, dass dieser Teil der Drittanteile dem Gezeichneten Kapital (Seite 80) und der Kapitalrücklage (Seite 84) zugebucht wurde. Weiterhin ausgewiesen werden Drittanteile am Kapital der CEWE COLOR a.s., Prag (Tschechische Republik) (32 TEuro, Vorjahr: 30 TEuro), und der CEWE COLOR a.s., Bratislava (Slowakische Republik) (4 TEuro, Vorjahr: 4 TEuro).
Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Darstellung des Eigenkapitalspiegels verwiesen.
44. Langfristige Sonderposten für Investitionszuwendungen
In den Sonderposten für Investitionszuwendungen werden gemäß der IAS 20.24 zum einen Investitionszulagen und zum anderen Investitionszuschüsse aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe„Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ ausgewiesen, die bereits gewährt wurden. Die Aufteilung der Position nach Fristigkeit folgt den Kriterien des IAS 1.60. Im Vorjahr war für Rückzahlungsverpflichtungen eine Rückstellung in Höhe von 222 TEuro gebildet worden. Wegen der nun vorliegenden Hinweise ist eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich geworden, so dass der Betrag ertragswirksam zurückgenommen wurde.
45. Langfristige Rückstellungen für Pensionen
Die sich konzernweit ergebenden Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:

Dabei lässt sich die Fristigkeit der Pensionsrückstellungen des Gesamtkonzerns folgendermaßen darstellen:

Die Pensionszusagen sind leistungsorientierte Direktzusagen im Sinne von IAS 19.48 ff. Sie bestehen im Wesentlichen aus Einzelzusagen an den Vorstand und Mitglieder der Geschäftsführung sowie aus früheren Ruhegeldzusagen an Führungskräfte. Die Zusagen schließen eine Hinterbliebenenversorgung ein. Die Versorgungsleistungen im Ausland werden in Abhängigkeit von den länderspezifischen Gegebenheiten gewährt.
Der Verpflichtungsumfang (Defined Benefit Obligations, DBO) nach IAS 19 beträgt für die im Inland gegebenen Zusagen 10.773 TEuro (Vorjahr: 10.631 TEuro). Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach der Projected Unit Credit Method.
Im Geschäftsjahr wurden an frühere Organmitglieder Ruhebezüge in Höhe von 254 TEuro geleistet. Der Verpflichtungsumfang für diesen Personenkreis hatte eine Höhe von 2.968 TEuro (Vorjahr: 3.107 TEuro).
Seit dem Geschäftsjahr 2000 werden an Führungskräfte keine Direktzusagen mehr erteilt. Stattdessen erhalten neu hinzukommende Führungskräfte eine wirtschaftlich gleichwertige Zusage auf der Grundlage eines leistungsorientierten Plans bei der Unterstützungskasse der Allianz Lebensversicherung AG. Der Aufwand hierfür betrug im Geschäftsjahr 59 TEuro (Vorjahr: 56 TEuro).
46. Langfristige passive latente Steuern

Die Veränderungen in den latenten Steuern betreffen unter anderem auch Anpassungen aus abgeschlossenen Betriebsprüfungen hauptsächlich im Bereich des Anlagevermögens. Die Anpassungen führen zu geringeren Differenzen zwischen Steuerbilanzen und IAS /IFRS-Bilanzen. Die Fristigkeit der Steuerlatenzen bewegen sich weitestgehend zwischen einem und fünf Jahren.
47. Langfristige übrige Rückstellungen

Die Position enthält im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen, gebildet für langfristig laufende Verträge für das in Hamburg im Jahre 2002 geschlossene Labor. Sie betreffen das Risiko von Untervermietungsverlusten vor dem Hintergrund einer bestmöglichen Einschätzung des jeweiligen lokalen Gewerbeimmobilienmarktes. Der Gegenwartswert der Verpflichtungen wird durch Abzinsung ermittelt, deren Rechnungszinsfuß dem der Bewertung langfristiger Rückstellungen für Pensionen entspricht (4,40 %, Vorjahr: 4,25 %).
48. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber Kreditinstituten. Die Aufteilung der Position nach Fristigkeit folgt den Kriterien des IAS 1.60. Die Zinssätze der laufenden mittelund langfristigen Darlehensverträge liegen zwischen 2,67 % und 5,65 % (Vorjahr: zwischen 2,67 % und 5,65 %). Im Übrigen wird auf die Position Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten verwiesen (siehe folgende Seite).
49. Langfristige übrige Verbindlichkeiten
Der im Vorjahr enthaltene wesentliche Teil der Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gesellschaftern wurde im Rahmen der Wandlung der Gesellschafteranteile in Positionen des Eigenkapitals umgebucht (siehe folgende Seite). Sie enthielten im wesentlichen stehen gelassene nicht entnahmefähige Gewinnanteile, die als Aufgeld eingebracht wurden.
50. Kurzfristige Steuerrückstellungen
Die Position enthält zurückgestellte Ertragsteuerverpflichtungen und Verpflichtungen für sonstige Steuern. Die Entwicklungen stellt sich wie folgt dar:

51. Kurzfristige übrige Rückstellungen

Zurückgestellte Verpflichtungen im Arbeitnehmerbereich beinhalten insbesondere Verpflichtungen aus Sozialplänen sowie erdiente Ansprüche im Rahmen der Altersteilzeit, noch bestehende Urlaubsansprüche aus dem Geschäftsjahr, Tantiemeansprüche, Ansprüche aus Überstunden, ausstehende Beiträge an Versicherungsträger (z. B. Berufsgenossenschaften) und andere Übrige sonstige Rückstellungen betreffen Garantieverpflichtungen, laufende Rechtsstreitigkeiten und sonstige Verpflichtungen. Die Restrukturierungen erfolgen durch Teilschließung (Paris, Frankreich) oder Schließung von Standorten (Berlin, Deutschland). Insgesamt sind Verpflichtungen in Höhe von 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro) als Restrukturierungsrückstellungen passiviert.
52. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten werden durch die nachfolgende Tabelle erläutert:

Zum 31. Dezember 2006 verfügt die CEWE COLOR Gruppe über folgende Kreditlinien:

Von diesen Kreditlinien sind 70.620 TEuro (Vorjahr: 71.680 TEuro) nicht in Anspruch genommen.
53. Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten

Ein Teil der Verbindlichkeiten in Höhe von 2.685 TEuro (Vorjahr: 3.506 TEuro) wurde im Wege der bestmöglichen Schätzung, z. B. an Hand noch offener Bestellungen ermittelt. Sie betreffen im Wesentlichen zukünftige Belastungen und daraus resultierende Zahlungen für bereits erhaltene Lieferungen und Leistungen.
54. Finanzinstrumente
Folgende Derivatgeschäfte haben bestanden:

Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 bestehen vor allem zur Sicherung von Zins- und Währungsrisiken aus langfristigen Darlehen an Konzernunternehmen mit ausländischer Funktionalwährung und aus langfristigen Verbindlichkeiten. Bei der Interpretation der positiven und negativen beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente ist zu beachten, dass ihnen Grundgeschäfte mit korrespondierenden Risiken gegenüberstehen. Unabhängig vom Zweck sind alle derivaten Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Laufzeit für die Derivate orientiert sich an der Laufzeit der zugrunde liegenden Grundgeschäfte und liegt damit ausnahmslos im kurz- bis mittelfristigen Bereich. Das Nominalvolumen der im Folgenden dargestellten Derivate wird unsaldiert angegeben. Es stellt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge dar, die den Darlehen zugrunde liegen. Die Höhe des Nominalvolumens erlaubt Rückschlüsse auf den Umfang des Einsatzes von Derivaten, gibt aber nicht das Risiko des Konzerns aus dem Einsatz von Derivaten wieder. Zinsänderungs- und Währungskursrisiken bei den Derivaten werden – dem internationalen Bankenstandard entsprechend – nach der Value-at-Risk-Methode gemessen. Auf der Basis historischer Wertschwankungen wird mit einem Konfidenzinterval von 99 % und einer Haltedauer von einem Tag das maximale Verlustpotenzial, das sich aus der Veränderung von Marktpreisen ergeben könnte, berechnet.
